Das Forschungszentrum Material- und Prozesstechnik

Das Forschungszentrum Material- und Prozesstechnik verbindet Forschende aus fünf Fachbereichen der Hochschule Darmstadt. In interdisziplinären und anwendungsorientierten Projekten untersuchen und entwickeln sie Materialien, Herstellungsprozesse und deren vielfältige Wechselwirkungen über die Grenzen einzelner Fachgebiete hinweg.

Das Forschungszentrum Material- und Prozesstechnik

Am 10. Februar 2017 wurde an der Hochschule Darmstadt das Forschungszentrum Material- und Prozesstechnik gegründet. Die Gründung erfolgte im Rahmen der hochschuleigenen Forschungsstrukturförderung mit dem Ziel, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu vernetzen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Hochschule zu stärken. Die hierfür erforderlichen finanziellen Mittel stellte das Land Hessen aus dem Innovations- und Strukturentwicklungsbudget zur Verfügung.

Das Forschungszentrum Material- und Prozesstechnik vereint Forschende aus unterschiedlichen Fachbereichen und Wissenschaftsgebieten. Gemeinsam bearbeiten sie aktuelle Fragestellungen zu den Themengebieten Materialien, Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen, Modellierung, Analyse, Gestaltung und Anwendung. Im Mittelpunkt stehen sowohl die Entwicklung und Optimierung von Materialien und Prozessen als auch das Verständnis der Zusammenhänge zwischen Herstellung, Struktur, Eigenschaften und späterer Nutzung.

Hierzu werden experimentelle, analytische, numerische und gestalterische Methoden miteinander verbunden. Die fachlichen Kompetenzen der Mitglieder reichen von der Materialwissenschaft, Kunststofftechnik und chemischen Verfahrenstechnik über Mathematik, Physik und optische Messtechnik bis hin zum Bauingenieurwesen, zur Umwelttechnik und zur Architektur. Aus dieser Breite entstehen neue Zugänge zu komplexen wissenschaftlichen und technischen Fragestellungen.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Bei der Gründung des Forschungszentrums wurden zunächst interne Forschungsschwerpunkte gebildet. In der praktischen Forschungsarbeit zeigte sich jedoch früh, dass viele Fragestellungen nicht innerhalb einzelner Schwerpunkte bearbeitet werden können. Die aktiven Mitglieder kooperieren daher von Beginn an über fachliche und organisatorische Grenzen hinweg.

Die früheren Forschungsschwerpunkte wurden folgerichtig aufgelöst. An ihre Stelle tritt eine offene, projektbezogene Zusammenarbeit, in der unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven und methodische Kompetenzen entsprechend der jeweiligen Fragestellung zusammengeführt werden. Hierdurch können neue Themen flexibel aufgenommen und fachübergreifende Forschungsansätze gezielt weiterentwickelt werden.

Die weitere Entwicklung des Forschungszentrums erfolgt zentrumsübergreifend, interdisziplinär und anwendungsorientiert. Dabei sollen bestehende Kooperationen innerhalb der Hochschule vertieft und neue Verbindungen zu anderen wissenschaftlichen Einrichtungen, Unternehmen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren aufgebaut werden.

Ziele des Forschungszentrums

Ziel des Forschungszentrums Material- und Prozesstechnik ist es, Materialien, Produkte und Prozesse ganzheitlich zu untersuchen und weiterzuentwickeln. Durch die Verbindung unterschiedlicher Fachgebiete sollen Effizienzpotenziale erschlossen, Ressourcen geschont und innovative Lösungen für technische, ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt werden.

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Überführung wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Anwendung. Die Mitglieder des Forschungszentrums arbeiten hierzu in gemeinsamen Forschungsprojekten, nutzen vorhandene Labor- und Geräteinfrastrukturen und entwickeln neue experimentelle und numerische Methoden. Die enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern unterstützt den Transfer von Erkenntnissen und ermöglicht es, konkrete Problemstellungen aus Wirtschaft und Gesellschaft aufzugreifen.

Zugleich schafft das Forschungszentrum einen Rahmen für den wissenschaftlichen Austausch innerhalb der Hochschule. Es unterstützt die Anbahnung gemeinsamer Vorhaben, fördert den Aufbau fachbereichsübergreifender Forschungsverbünde und bindet Studierende sowie wissenschaftliche Nachwuchskräfte in aktuelle Forschungsaktivitäten ein.

Beteiligte Fachbereiche

Im Forschungszentrum Material- und Prozesstechnik arbeiten Mitglieder aus derzeit fünf Fachbereichen der Hochschule Darmstadt zusammen:

  • Maschinenbau und Kunststofftechnik
  • Chemie- und Biotechnologie
  • Mathematik und Naturwissenschaften
  • Bau- und Umweltingenieurwesen
  • Architektur

Die Beteiligung dieser Fachbereiche bildet die Grundlage für eine breite wissenschaftliche und methodische Kompetenz. 

Zentrumsleitung

Sprecher des Forschungszentrums Material- und Prozesstechnik ist Prof. Dr. Albrecht Gilka-Bötzow vom Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen. Er hat die Sprecherrolle im April 2025 von Prof. Dr. Martin Moneke übernommen, der das Forschungszentrum als Gründungsmitglied und langjähriger Sprecher maßgeblich aufgebaut und geprägt hat.

Seit der Gründung des Forschungszentrums ist Prof. Dr. Romana Piat vom Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften stellvertretende Sprecherin und wirkt kontinuierlich an der fachlichen und strategischen Weiterentwicklung des Zentrums mit.

Gemeinsam mit dem Leitungsgremium und den Mitgliedern entwickeln der Sprecher und die stellvertretende Sprecherin die fachbereichsübergreifende Ausrichtung des Forschungszentrums weiter. Im Mittelpunkt stehen dabei die stärkere Sichtbarkeit der inter- und transdisziplinären Kompetenzen, die anwendungsorientierte Forschung sowie der Ausbau der Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb der Hochschule.

Prof. Dr. Albrecht Gilka-Bötzow

Lehrgebiet
Baustoffkunde

Kommunikation Haardtring 100
64295 Darmstadt
Büro: A12, 02.11

+49.6151.533-60272
albrecht.gilka-boetzow@h-da.de
ORCID: 0000-0002-2375-3852

Portrait: Gilka-Bötzow, Albrecht, Prof. Dr.
Prof. Dr. Romana Piat

Lehrgebiet
Numerische Mathematik

Kommunikation Schöfferstraße 3
Büro: C10, 09.38

+49.6151.533-60030
romana.piat@h-da.de
ORCID: 0000-0002-0577-3702

Portrait: Piat, Romana, Prof. Dr.
Prof. Dr. Martin Moneke

Lehrgebiet
Plastics Materials Science

Kommunikation Haardtring 100
Büro: A14, 00.16

+49.6151.533-68564
martin.moneke@h-da.de
ORCID: 0000-0002-7035-4950

Portrait: Moneke, Martin, Prof. Dr.
Prof. Dr. Dirk Geyer

Kommunikation Schöfferstrasse 3
Büro: C12, 108

+49.6151.533-67907
dirk.geyer@h-da.de
ORCID: 0000-0002-3924-8551

Portrait: Geyer, Dirk, Prof. Dr.
Prof. Dr. Frank Schael

Lehrgebiet
Chemische Reaktionstechnik

Kommunikation Stephanstraße 7
64295 Darmstadt
Büro: B15, 0.09

+49.6151.533-68224
frank.schael@h-da.de
ORCID: 0000-0001-9312-2661

Portrait: Schael, Frank, Prof. Dr.

Koordination

Die Koordination des Forschungszentrums liegt seit seiner Gründung bei Philipp Seeger. Er übernimmt die administrativen und geschäftsführenden Aufgaben, unterstützt die Zentrumsleitung bei der Organisation und begleitet die Zusammenarbeit der Mitglieder sowie die Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten und Vorhaben.

Philipp Seeger

Holzhofallee 36b
64295 Darmstadt
Büro: D22, 0.05

 

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